Diese Anleitung zur Umstellung und Nutzung der Mehrwertsteuersätze untergliedert sich in Allgemeine Informationen für alle IN-FORM-Anwender und zusätzliche modulspezifische Informationen für einzelne Erweiterungen wie OPOS/DATEV, Service, Kasse und die Programme IN-FORM FLEX und IN-FIBU.

Übersicht und Navigation, Stand 29.06.2020:

Haben Sie Fragen in Richtung "Welche Version unterstützt die Änderung der Mehrwertsteuersätze?" oder "Wo bekomme ich ein Update/Unterstützung?" Informieren Sie sich gerne: "Ist mein IN-FORM für eine Anpassung der Mehrwertsteuersätze vorbereitet?"


Einstellungen in der Software IN-FIBU

Durch die Mehrwertsteuer-Senkung ergeben sich umfangreiche Änderungen für Ihre Finanzbuchhaltung. Diese Änderungen betreffen vor allem den Kontenplan und die Steuerschlüssel. Sie finden nachfolgend beide Dokumente als PDF verlinkt. Bitte prüfen Sie die aktuellen Dokumente (Stand 10.08.2020) bevor Sie mit den Buchungen beginnen.

IN-FIBU benötigt für den korrekten Ausweis im Umsatzsteuerformular und für die Verprobung der Umsatzsteuer separate Erlöskonten, die mit dem reduzierten Umsatzsteuersatz geschlüsselt werden. Dasselbe gilt für Wareneinkauf/Kostenkonten, die EG-Erwerb, Erwerb von EG-Leistungen und § 13b betreffen.

Aufgrund der Mehrwertsteuer-Reduzierung prüfen Sie bitte:

  • Steuerschlüssel
  • Steuerkonten
  • Erlöskonten
  • Konten für Wareneinkauf/Kosten EG (Erwerb und Bezug von Leistung)
  • Konten für Wareneinkauf/Kosten § 13b
  • Skontokonten

Leider beinhalten die aktuellen DATEV-Kontenrahmen (Stand 2020) SKR03 und SKR04 keine Umsatzsteuer- bzw. Vorsteuerkonten mehr, die für die Steuersätze 16% bzw. 5% vorgesehen sind.

Das Dokument von DATEV (Dok.-Nr. 1018040) „Vorläufige Änderungen Kontenrahmen 2020 aufgrund geplanter befristeter Umsatzsteuersenkung (letzte Aktualisierung 24.06.2020)“ ist in den nachfolgenden Vorschlägen eingearbeitet.

Die Verarbeitung von Buchungen bei DATEV und IN-FIBU unterscheidet sich. Während DATEV die vorhandenen Konten weiter nutzt und aufgrund des Belegdatums/Leistungsdatums den entsprechenden Mehrwertsteuersatz benutzt, benötigt IN-FIBU getrennte Konten je Steuersatz. Daher sind für IN-FIBU zusätzliche Anpassungen (Steuerschlüssel, Konten, etc.) notwendig.

Besprechen Sie alle Änderungen mit Ihrem Steuerberater!

Sie finden unten die Liste der oft verwendeten Steuerschlüssel, als PDF-Datei. Die neuen Steuerschlüssel sind darin grün markiert.

Falls Sie in IN-FIBU schon eigene Steuerschlüssel angelegt haben, prüfen Sie bitte diese Steuerschlüssel und die in den Steuerschlüsseln verwendeten Konten. Unter Umständen haben sich über die Jahre die Konten geändert. Bitte prüfen Sie bei den blau markierten Steuerschlüsseln die eingetragenen Konten. Bitte ändern Sie in den in 2020 bereits verwendeten Steuerschlüsseln keine Konten!

Falls für die neuen Steuerschlüssel Steuerkonten verwendet werden die Sie anderweitig verwenden und wofür bereits Buchungen erfasst sind, verwenden Sie bitte andere freie Konten. Besprechen Sie diese Konten mit Ihrem Steuerberater!

Vor dem Einlesen von Buchungen aus IN-FORM mit Datum ab 01.07.2020, müssen die DATEV-Schlüssel in den Steuerschlüsseln auf die rot eingetragenen Schlüssel geändert werden. Danach sollten keine Buchungen mehr mit Datum vor dem 01.07.2020 importiert werden. Wir empfehlen auch die übrigen DATEV-Schlüssel der neuen Steuerschlüssel erst zu diesem Zeitpunkt einzutragen.

Für Anwender die aus IN-FIBU Buchungen an DATEV exportieren:

Januar – Juni: Tragen Sie vor dem Export die „alten“ DATEV-Schlüssel ein
Juli – Abschlussmonat: Tragen Sie vor dem Export die „neuen“ DATEV-Schlüssel ein

Bitte verwenden Sie soweit möglich für Erlös- und Kostenkonten die Automatikfunktion (in Kontenplan beim Konto das Kontrollkästchen „DATEV Automatikkonto“ aktivieren). Dann wird beim Import von Buchungssätzen der im Konto eingetragene Steuerschüssel anstelle des DATEV-Schlüssels im Buchungssatz verwendet. Auf diese Weise wird immer der zum Konto passende Steuerschlüssel benutzt. Sie erhalten dazu möglicherweise Hinweise auf dem DATEV-Importprotokoll, die in diesem Zusammenhang normal sind.

Öffnen Sie den Kontenplan und legen Sie die zuvor markierten Konten für die von Ihnen benötigten Steuerschlüssel neu an.


Rot gekennzeichnete Konten sind Konten, die IN-FIBU benötigt und die im DATEV-Kontenrahmen (einschließlich den vorgesehenen Änderungen) eine andere Bezeichnung bzw. Verwendung haben.

Öffnen Sie in der Büroorganisation unter "Mandaten bearbeiten" die Funktion "Steuersätze ändern". Ergänzen Sie die neuen Steuerschlüssel bzw. passen Sie die bereits vorhandenen an. Bitte legen Sie nur die Steuerschlüssel an, die Sie auch benötigen.



Prüfen Sie nun, welche Konten in der obigen Liste beim Steuerschlüssel den Hinweis „diese Einstellung wird später gemacht“ haben.
Rufen Sie diese Konten im Kontenplan auf und tragen Sie jetzt den Steuerschlüssel ein.

Besonderheiten SKR03:

1786     Wird nun bei DATEV für Umsatzsteuer aus innergemeinschaftlichem Erwerb 16% verwendet

Wird bei IN-FIBU im Steuerschlüssel 88 als Umsatzsteuerkonto verwendet. Falls dieser Steuerschlüssel benutzt wurde, kann dieses Konto nicht verwendet werden. Empfohlenes Konto: 1798 (freies Konto im DATEV-Kontenrahmen)

Hinweis zum Ausziffern von Zahlungsdifferenzen in OPOS
Entscheiden Sie anhand des Belegdatums, welches Konto und welcher Steuerschlüssel verwendet werden soll. Sie können in den Stammkonten das Konto eintragen, das im Normalfall genommen werden soll.



Haben Sie Fragen in Richtung "Welche Version unterstützt die Änderung der Mehrwertsteuersätze?" oder "Wo bekomme ich ein Update/Unterstützung?" Informieren Sie sich gerne: "Ist mein IN-FORM für eine Anpassung der Mehrwertsteuersätze vorbereitet?"